Kommunalwahl 15.03.2026 - SPD Altenbauna

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Kommunalwahl 15.03.2026

Kandidierende der SPD Baunatal für die Kommunalwahl am 15. März 2026.
(Foto vom Nominierungsparteitag am 19. November 2025, nicht alle Kandidierenden anwesend)



Wahlprogramm der SPD Baunatal
für die Kommunalwahl am 15. März 2026
(Beschlussvorlage für den Parteitag am 04.02.2026)

Das Wahlprogramm der SPD Baunatal gibt es in 2 Fassungen:
Einer Kurzversion auf 1 Seite und eine ausführliche Version mit umfangreichen Details.

Beide Versionen haben wir nachfolgend hier eingestellt. Zuerst die Kurzversion:


Und nachfolgend die Version des Wahlprogramm der SPD Baunatal mit umfangreichen Details:


SPD für Baunatal
Gemeinsam. Verantwortlich. Handeln.

Baunatal ist eine lebenswerte, solidarische und ambitionierte Stadt. Das ist kein Zufall, sondern auch das Ergebnis jahrzehntelanger verantwortungsvoller SPD-Politik.
In finanziell schwierigen Zeiten ist es unser Anspruch, Baunatal stabil, sozial gerecht und zukunftsfähig durch eine Phase tiefgreifender Veränderungen zu führen – mit Augenmaß, Mut zu Entscheidungen und klarer Orientierung am Gemeinwohl.

Dabei wollen wir uns auf diese Schwerpunkte konzentrieren:

1. Baunataler Bildungskette, Kinderbetreuung und Jugend
• Pakt für den Ganztag – Unterstützung von Familien in der Baunataler Bildungskette
• Wald-Kita in Guntershausen  - Angebotsvielfalt in der Kinderbetreuung
• Stärkung des Jungen Forums – Ausbau von Formaten wie „Jugend meets Politik“

2. Bezahlbares Wohnen für alle Generationen und Stadtentwicklung
• Aktivierung privater Flächen – Innenentwicklung vor Außenentwicklung
• Ersatz für das marode Parkdeck am Europaplatz – Bauna Center
• Aufwertung der Stadteingänge – Verbindung von Wohnen, Einzelhandel und Parken
• Tragfähiges Nachnutzungskonzept für das Sportbadgelände – breite Beteiligung

3. Sport, Ehrenamt und Sicherheit
• Nutzung von Förderprogrammen – Sicherung Sportangebot für alle Generationen
• Max-Riegel-Halle und Kulturhalle – Sanierung oder Ersatzneubau – Prüfung von ÖPP
• Feuerwehrhäuser in den Stadtteilen – Sanierung oder Ersatzneubau – Prüfung von ÖPP
• Illegale Müllablagerungen bekämpfen – Prüfung rechtssicherer Videoüberwachung

4. Wirtschaft, Energie und Klimaschutz
• Enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsgemeinschaft für hochwertige Arbeitsplätze
• Sicherung und Entwicklung der Nahversorgung, insbesondere in Großenritte
• Kommunale Wärmeplanung – Klarheit für anstehende Heizungsentscheidungen
• Positive Rahmenbedingungen für den Ausbau der E-Mobilität
• Ausbau erneuerbarer Energien mit regionaler Wertschöpfung
• Nachhaltiger Klimaschutz – Wir berücksichtigen wirtschaftliche und soziale Aspekte

5. Sozialer Zusammenhalt, Integration und Bürgerbeteiligung
• Verstetigung des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ am Baunsberg
• Sprachförderung und Quartiersarbeit für eine gelingende Integration sichern
• Beiräte und Arbeitskreise bei ihrer erfolgreichen Arbeit unterstützen
• Breite Bürgerbeteiligung bei wichtigen Vorhaben frühzeitig, aber strukturiert organisieren

6. Haushaltskonsolidierung
• Keine betriebsbedingten Kündigungen - realistisches Personalentwicklungskonzept
• Nachhaltige Reduktionen der Betriebskosten für die städtische Infrastruktur
• Gemeinsam entwickeltes Konzept für ein räumliches Zusammenrücken

1. Baunataler Bildungskette, Kinderbetreuung und Jugend:

In jetzt schwierigen Zeiten mit großen finanziellen Herausforderungen für den städtischen Haushalt wollen wir unsere hohen Standards insbesondere in der Kinderbetreuung sichern. Die weit über die Region hinaus beachtete Baunataler Bildungskette mit dem Pakt für den Ganztag wollen wir stärken. Unsere Kinder sind unsere Zukunft und sie benötigen die bestmögliche Ausbildung, um im harten weltweiten Wettbewerb, der ihre späteren Berufe kennzeichnen wird, gut bestehen zu können.

Um die Vielfalt im Bereich der Angebote für die Kinderbetreuung weiter auszubauen, setzen wir uns als SPD für die zeitnahe Realisierung einer Wald-Kita in Guntershausen ein.

Mit dem Jungen Forum haben wir in Baunatal eine Einrichtung ins Leben gerufen, in der junge Menschen ihre Anliegen und Wünsche an die Politik diskutieren und zusammenstellen können. Mit Veranstaltungen wie z.B. „Jugend meets Politik“ bringen wir junge Menschen und politische Entscheidungsträger zusammen. Die Wünsche der Jugend konnten z.B. bei der Realisierung des Skate-Parks eingebracht werden.

Als SPD unterstützen wir die wertvolle Arbeit der jungen Menschen, die sich für Ihre Altersgruppe engagieren und helfen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Themen.

2. Bezahlbares Wohnen für alle Generationen und Stadtentwicklung:

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen, denen ihr heutiges Wohnumfeld zu groß geworden ist, bleibt eine kontinuierliche Herausforderung, der wir uns stellen. Wir in der SPD arbeiten konstruktiv und zielgerichtet an der Schaffung der nötigen Rahmenbedingungen, um die Realisierung von geeigneten Bauprojekten vorzugsweise im Innenbereich der Siedlungsfläche zu ermöglichen.
Als SPD haben wir uns intensiv in die Workshopreihe mit Prof. Altrock von der Uni Kassel eingebracht und an der Entwicklung von konkreten Ansätzen für Projekte des Wohnraumbaus vorzugsweise in der Innenverdichtung, also dem Bau im Innenbereich der heutigen Siedlungsflächen, vielfältig konstruktiv mitgearbeitet. Die Umsetzung bleibt allerdings eine große Herausforderung, denn sie setzt in der Regel die Bereitschaft privater Eigentümer voraus, solche Bauprojekte auch zu ermöglichen.

Parallel setzen wir uns als SPD für die zeitnahe Realisierung von Bauprojekten auf den zuletzt an Investoren verkauften Bauflächen ein, um auch hier zügig den dringend benötigten Wohnraum zu ermöglichen.

Für die Parkhäuser am Europaplatz und am ZOB brauchen wir nicht nur Ersatz, sondern wirtschaftlich tragfähige Konzepte von Investoren, die diese beiden Eingänge zu unserer Innenstadt attraktiv gestalten. Dazu gehören Geschäfte, die das Angebot in der Innenstadt bereichern und so mehr Kaufkraft auch aus dem Umland anziehen. In Kombination mit der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum und einer ausreichenden Anzahl von Parkflächen wollen wir an diesen Stellen eine deutliche Aufwertung realisieren.

Wir in der SPD suchen dafür aktiv den Kontakt mit potenziellen Investoren und treiben die Schaffung der planungs- und baurechtlichen Voraussetzungen voran.

Für die Nachnutzung des Sportbadgeländes wollen wir als SPD mit breiter Beteiligung der Stadtgesellschaft ein wirtschaftlich tragfähiges Nutzungskonzept über einen Wettbewerb oder ein Interessenbekundungsverfahren mit potenziellen Investoren erarbeiten, dass einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger Baunatals sowie für Besucher unserer Stadt bietet, den baulich-technischen Zustand und Kostenrahmen realistisch berücksichtigt und das Gelände städtebaulich und funktional aufwertet.

3. Sport, Ehrenamt und Sicherheit:

Das breite Sportangebot in Baunatal ist besonders wertvoll zur Förderung von Gemeinschaft und Integration. Wir können es nur so breit aufrechterhalten, wenn wir dringend nötige Sanierungen oder Ersatzneubauten bei unseren Sportanlagen und Sporthallen umsetzen.

Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) bieten – auch in Kombination mit aktuellen Fördermöglichkeiten aus dem Bundesprogramm – die Chance, teure Projekte wie die Max-Riegel-Halle und die Kulturhalle trotz der defizitären Haushaltssituation zu realisieren.

Das gilt auch für die Feuerwehrhäuser in Großenritte, Altenritte, Kirchbauna und Hertingshausen. Hier benötigen die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrfrauen und –männer dringend deutliche bauliche Verbesserungen, um für ihren für die Stadtgesellschaft so wichtigen Dienst angemessene Räumlichkeiten vorzufinden.

Mit unserem Antrag haben wir die Untersuchung von ÖPP als Weg zur zeitnahen Realisierung dieser kostspieligen Projekte ins Rollen gebracht und wir werden diesen Weg konsequent weiter beschreiten.

Nicht nur das Stadtbild, auch das Sicherheitsgefühl der Menschen leidet schwer unter den zunehmenden illegalen Müllablagerungen insbesondere an den Sammelstellen für Glas und Altkleider. Der Platz mit den Sammelcontainern am Parkstadion ist davon am heftigsten betroffen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, alle nötigen Prüfungen durchzuführen und die notwendigen Maßnahmen schnellstmöglich zu ergreifen, um rechtssicher eine Videoüberwachung zumindest als Pilotprojekt zu realisieren. Damit können Verursacher ermittelt und rechtliche Schritte eingeleitet werden.

4. Wirtschaft, Energie und Klimaschutz:

Eine wettbewerbsfähig aufgestellte örtliche Wirtschaft ist das unverzichtbare Rückgrat für gut bezahlte Arbeitsplätze und die Finanzierung öffentlicher Leistungen aus dem resultierenden Steueraufkommen sowohl bei der Gewerbesteuer wie auch bei den Einkommensteueranteilen, die Baunatal dadurch zufließen.

Als SPD suchen wir den Austausch mit der Wirtschaftsgemeinschaft für die richtigen politischen Weichenstellungen auf örtlicher Ebene. Wir wollen die positive Entwicklung unserer Betriebe und Neuansiedlungen bestmöglich fördern.

Uns ist dabei bewusst, dass wir auf der kommunalen Ebene nur eingeschränkt Einfluss auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Betriebe nehmen können, aber das, was in unserer Hand liegt, wollen wir zu ihrem Wohl gerne tun.

Dazu gehört für uns als SPD u.a. die Flächensuche für eine Nahversorgung mit Einzelhandel im südlichen Teil von Großenritte.

Für die Stadt ist es insgesamt besonders wichtig, bei der Belegung der wenigen noch verfügbaren Gewerbeflächen darauf zu achten, dass möglichst viele gut bezahlte und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze entstehen. So kann zudem sichergestellt werden, dass die Stadt dann auch Steuern für die Finanzierung der öffentlichen Leistungen einnimmt.

Beim Klimaschutz steht auch die Baunataler Bevölkerung vor der großen Herausforderung, bis 2045 die Heizungen CO2-neutral zu machen. Als Baunataler SPD haben wir dafür gesorgt, dass frühzeitig mit der kommunalen Wärmeplanung in Zusammenarbeit mit einem Fachbüro begonnen wurde. Ergebnis: Baunatal hat mehr als 2 Jahre vor dem gesetzlichen Stichtag eine fertige Wärmeplanung.

Sie liefert für unsere Bürgerinnen und Bürger belastbare Informationen darüber, ob sie an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden können, oder ob sie sich um andere Lösungen für ihre Heizung, wie z.B. um eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung kümmern müssen.

Auf der Erzeugungsseite liefert die Wärmeplanung auch Erzeugungsalternativen für die benötigte Wärme zum alleinigen Bezug von VW.

Wir in der SPD wollen einen nachhaltigen Klimaschutz, der wirtschaftliche und soziale Aspekte hinreichend berücksichtigt. Klimapolitische Maßnahmen – egal auf welcher politischen Ebene, die zu einem weiteren Abbau von gut bezahlten Arbeitsplätzen in Industrie und Mittelstand führen, indem sie in andere Länder mit geringeren Umweltstandards verlagert werden, helfen dem Klima nicht und schaden unserer Volkswirtschaft – auch in Baunatal - massiv.

Solche ideologiegetriebenen Klimaschutzmaßnahmen werden wir verhindern, wo immer wir das können. Wir in der SPD wollen nachhaltigen Klimaschutz, aber nicht nach dem Motto „Koste es was es wolle“, sondern sozial und wirtschaftlich ausgewogen sowie langfristig wirksam.

Elektroantriebe werden sich bei PKWs mittel- und langfristig wohl als diejenige Antriebstechnik durchsetzen, die die effizienteste Art der Energienutzung ermöglicht. VW hat das erkannt und geht mutig diesen anspruchsvollen Weg des Wandels.

Da auch die Stromerzeugung in Deutschland sehr zügig in Richtung CO2-Neutralität umgebaut wird, ist das Gesamtpaket ein enorm wichtiger Teil des Klimaschutzes. Neben der Erzeugung muss aber auch das E-Ladenetz massiv weiter ausgebaut werden und als Voraussetzung dafür das Verteilnetz für den Strom insbesondere in der Mittelspannung.

Relativ einfach ist die Schaffung von E-Ladepunkten im Privateigentum bei Einfamilienhäusern. Dort braucht es nur den Willen des Eigentümers, sich eine passende Wallbox zu installieren.

E-Ladestationen fehlen allerdings noch stark im Bereich von Mehrfamilienhäusern. Da sie oft größere Parkflächen aufweisen, bietet es sich an, dort Mittelspannungsstationen zu errichten, die die parallele Versorgung mehrerer E-Ladepunkte auch für ein schnelles Laden ermöglichen. Hier sind die Eigentümer der Mehrfamilienhäuser – oft große Wohnungsgesellschaften -  gefragt, solche E-Ladepunkte auf ihren Parkflächen zusammen mit den Verteilnetzbetreibern in der Stromversorgung zu realisieren.

Analog gilt das für viele Betriebe, die die Parkplätze für Mitarbeitende und Kunden auf ihren Flächen mit E-Ladepunkten ausrüsten können.

Als SPD setzen wir uns in Baunatal in moderierender Rolle dafür ein, dass solche Projekte von den Eigentümern geplant und umgesetzt werden und kümmern uns um planungs- und baurechtliche Rahmenbedingungen, die ergänzend eventuell nötig werden.

E-Ladeparks für LKW und PKW mit verkehrstechnisch problematischer Anbindung an das Straßennetz bringen jedoch weder Arbeitsplätze noch wesentliche Steuereinnahmen (abgesehen von sehr geringen, wohl nur 3-stelligen Beträgen aus der Konzessionsabgabe für den Strom). Solche E-Ladeparks gehören auf geeignete Flächen, wie z.B. naheliegend an der Autobahntank- und Raststätte in Edermünde. Dort sind die Ein- und Ausfahrten von der Autobahn problemlos möglich, ohne zusätzliche Verkehrsbelastungen in Ortslagen zu verursachen, die die Anwohner unvertretbar belasten.

Für LKWs sollten zudem Lademöglichkeiten an den Be- und Entladestellen in den belieferten Betrieben geschaffen werden, um die Be- und Entladezeiten der LKWs zum parallelen Laden zu nutzen. Als SPD setzen wir uns ausdrücklich nur für solche nachhaltigen Konzepte ein.

Baunatal liegt mitten im nordhessischen Bergland mit vielen attraktiven touristischen Zielen und bietet vielfältige Sport- und Versammlungsstätten. Diese Potenziale zur Generierung von deutlich mehr touristischen Übernachtungen und damit einhergehend auch gastronomischer Nachfrage und weiteren Einkäufen, die unsere heimische Wirtschaft erheblich stärken kann, wollen wir erschließen.

Mit unserem bereits beschlossenen Antrag für eine zweckgebundene Tourismusabgabe ab 2026 wollen wir die Entwicklung eines integrierten Tourismuskonzeptes und die anschließende nachhaltige Umsetzung der darin vorgesehenen Maßnahmen finanzieren. Im Fokus der Umsetzung steht für uns dabei die Attraktivitätssteigerung der Sport- und Versammlungsstätten als Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung, ein gepflegtes Stadtbild und die Unterstützung kultureller Initiativen und Veranstaltungen in allen Stadtteilen. Als SPD werden wir uns kontinuierlich dafür einsetzen, dass an diesen Zielen nachhaltig gearbeitet wird.

5. Sozialer Zusammenhalt, Integration und Bürgerbeteiligung:

Mit dem mittlerweile seit 10 Jahren laufenden Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ (früher „Soziale Stadt“) konnte zusammen mit den Wohnungsbaugesellschaften das Wohnumfeld am Baunsberg viel attraktiver gestaltet werden. An vielen Stellen wurde es barrierefrei gemacht und die Orientierung mit dem Farbkonzept und für Kinder mit den Tierfiguren deutlich verbessert.

Parallel wurden im Rahmen dieses Förderprogramms auch vielfältige sprachfördernde und soziale Aktivitäten im Stadtteilzentrum Baunsberg ermöglicht, die insbesondere zu einer erfolgreichen Integration von Migranten beitragen.

Diese Erfolge will die Baunataler SPD absichern und verstetigen sowie weitere städtebauliche Verbesserungen, wie z.B. an der Querverbindung zur Straßenbahnhaltestelle realisieren.

Bürgerbeteiligung ist bei uns in der SPD kein leerer Wahlkampfbegriff, sondern über viele Jahre gelebte Praxis. Viele SPD-Mitglieder sind in den Stadtteilen bestens bekannt und für Wünsche und Anregungen immer ansprechbar. Wir hören den Menschen zu und kümmern uns um Ihre Anliegen. Unsere politischen Entscheidungen entwickeln wir im gemeinsamen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Wenn wir – wie z.B. beim Baugebiet Großenritte Nord – die Mehrheitsmeinung der Stadtgesellschaft anders eingeschätzt haben, beharren wir nicht auf der bisherigen Positionierung, sondern korrigieren uns.
Wichtig ist uns als SPD, dass die finalen Entscheidungen realistisch umsetzbar sind und von der Stadtgesellschaft mit klarer Mehrheit getragen werden.

6. Haushaltskonsolidierung:

Die Haushaltssituation der Stadt Baunatal stellt uns vor immense Herausforderungen. Die Einnahmenseite der Stadt wird über viele Jahre deutlich hinter dem Niveau früherer Jahre zurück bleiben. Genehmigungsfähige Haushalte werden ab 2027 nur gelingen, wenn wir auf der Ausgabenseite erhebliche Millionenbeträge einsparen. Das erfordert unverzichtbar auch deutliche Einsparungen bei den großen Blöcken Personalkosten und Betriebskosten der städtischen Infrastruktur.

Wir leisten uns Strukturen, die für eine Stadt mit mehr als 40.000 Einwohnern ausgelegt sind. Die Stadtgesellschaft ist aber mittlerweile für ein deutliches Wachstum der Einwohnerzahl nicht mehr bereit.

Der Vergleich mit anderen hessischen Kommunen gleicher Größenordnung durch den hessischen Rechnungshof hat ergänzend gezeigt, dass dort die städtischen Leistungen mit zum Teil deutlich weniger Personal erbracht werden. In der Folge müssen wir nun viel intensiver an der Realisierung von Einsparpotenzialen arbeiten.

Für den Block Personalkosten haben wir dazu mit unserem in der Stadtverordneten-versammlung am 27.11.2025 beschlossenen Antrag „Erstellung eines Personalentwicklungs-konzepts zur strukturellen und nachhaltigen Senkung der Personalkosten und Sicherung des Fachkräftebedarfs der Stadt Baunatal“ das politische Signal gesetzt, mit der dringend notwendigen Konkretisierung weiterer erforderlicher Einsparmaßnahmen zu beginnen.
Ein politisches Signal allein reicht aber nicht aus. Es braucht auch den gemeinsamen Willen von Bürgermeister, Erstem Stadtrat und den Fachbereichsleitungen, konzentriert und ambitioniert an diesem Thema zu arbeiten. Als konkrete Hilfestellung haben wir ergänzend zu unserem Antrag eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an den personalverantwortlichen Fachbereichsleiter übergeben.

Sie wurde erstellt aus den konkreten Erfahrungen in der Umsetzung solcher Projekte in Führungspositionen in der Wirtschaft mit vielen Hinweisen, worauf in der Führung eines solchen Projektes besonders zu achten ist und wo typische Fallstricke lauern.

Diese Anleitung zeigt den Weg, wie innerhalb kurzer Zeit bei fokussierter Herangehensweise ein neuer Sollstellplan entstehen kann – inklusive nötiger Umschulungsbedarfe und unverzichtbarer Bedarfe für Neueinstellungen.
Der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen hat für uns in der SPD dabei oberste Priorität als unverzichtbarer Kern unserer Politik.

Das altersbedingte Ausscheiden bietet in den nächsten Jahren vielfache Möglichkeiten, Stellen einzusparen und durch eine vorausschauende Personalplanung unverzichtbare Tätigkeiten mit Umschulung von Mitarbeitenden aus anderen Tätigkeitsfeldern, die dort nicht mehr gebraucht werden, zu besetzen.

So liefern wir als SPD nicht nur politische Forderungen, sondern zeigen auch ganz konkrete  Wege auf, wie sie in sozial verantwortlicher Weise aber trotzdem mit der erforderlichen Ambition zur Erreichung nachhaltiger Einsparpotenziale umgesetzt werden können.

Für die nachhaltige Reduktion der Betriebskosten der städtischen Infrastruktur gibt es zwei wesentliche Hebel:
• Energetische Sanierungen zur Reduzierung der Kosten für Betriebsstoffe
• Reduktion der Anzahl städtischer Liegenschaften

Der städtische Energiebericht liefert sehr detaillierte Informationen dazu, in welchen städtischen Gebäuden durch energetische Sanierungen die höchsten Einsparpotenziale realisierbar sind. Die Gegenüberstellung der dafür notwendigen Investitionen liefert eine Priorisierung der Maßnahmen nach wirtschaftlichen Kriterien. Wir werden als SPD darauf hinwirken, dass in der Reihenfolge streng nach wirtschaftlichen Kriterien vorgegangen wird, um die größtmögliche Effizienz im Zeitverlauf sicherzustellen.

Die Reduktion der Anzahl städtischer Liegenschaften wird ein unverzichtbarer Anteil zur nachhaltigen Konsolidierung des städtischen Haushalts sein müssen, wie die Ergebnisse der „216. Vergleichenden Prüfung des Hessischen Rechnungshofes“ bei Städten der Größenordnung von Baunatal ganz klar aufgezeigt haben. Hier muss die Stadtgesellschaft die Bereitschaft entwickeln, auch lieb gewonnene Gewohnheiten in Frage zu stellen und räumlich zusammen zu rücken.

Wir als SPD wollen, dass Konzepte für dieses leider unverzichtbar nötige räumliche Zusammenrücken gemeinsam mit den Feuerwehren, den Vereinen, den Kirchen und den Interessengruppen entwickelt werden. Dafür bieten sich ortsteilbezogene Workshops an, denn die Menschen vor Ort wissen am besten, wo und wie sich Zusammenlegungen örtlicher Liegenschaften in der Praxis mit möglichst wenigen Kompromissen für den Einzelnen realisieren lassen. Solche Workshops benötigen eine professionelle Moderation, die emphatisch das Verbindende hervorhebt und Kompromisse fördert. Bürgerbeteiligung, die zu konkret umsetzbaren Ergebnissen führen soll, muss gut organisiert sein.

Neben diesen beiden großen Hebeln Personalkosten und Betriebskosten gibt es noch eine Reihe weiterer Hebel, die in deutlich kleinerem Umfang und teilweise auch nur als Einmaleffekt kostensenkend wirken. Als SPD werden wir darauf achten, dass auch diese kleinen Potenziale genutzt werden, denn wir wollen, dass zukünftige Haushaltsdefizite so klein wie irgend möglich ausfallen, damit das letzte Mittel, die Erhöhung von Steuern und Abgaben, ebenfalls nur in geringem Umfang benötigt wird.

Nachhaltige Kostensenkungen im städtischen Haushalt sind das Hauptziel der SPD im Interesse der Stadtgesellschaft, denn ab 2027 wird ein Haushaltsdefizit nicht mehr durch Inanspruchnahme von Rücklagen ausgeglichen werden können. Dafür zeigen wir in der SPD mit unseren Anträgen in der Stadtpolitik konkrete Wege auf, wie das in gemeinsamer Arbeit verantwortungsvoll gelingen kann.

Kommunalwahl am 15. März 2026:

Die SPD ist in Baunatal die gestaltende politische Kraft, die mit konkreten Vorhaben die positive Entwicklung unserer Stadt zum Nutzen aller Generationen voran bringt.

Schenken Sie uns Ihr Vertrauen, damit wir für Sie Baunatal weiterhin verantwortungsvoll, gerecht und zukunftsfest gestalten können.

Wählen Sie am 15. März 2026 die SPD.


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